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Urlaub in Misdroy

Strand von Misdroy© Klugschnacker / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Misdroy / Międzyzdroje - vom Fischerdorf zum mondänen Ostseebad

Misdroy ist mit seinen ca. 5.500 Einwohnern einer der bekanntesten Badeorte an der Ostsee in Polen und eine Partnerstadt des deutschen Ostseebades Timmendorfer Strand. Die Stadt liegt auf der Ostsee-Insel Wollin (pl. Wolin) direkt an der Pommerschen Bucht. Der Ort liegt geschützt an den bis zu 110 m hohen Hügeln einer Endmoräne und grenzt direkt an den Nationalpark Wollin. Stettin liegt etwa 60 km südlich, Berlin ca. 280 km südwestlich. Swinemünde liegt nur 16 km westlich von Misdroy und ist auch einen Besuch wert.

Urlauber finden hier Ruhe und Entspannung beim Spaziergang am kilometerlangen Strand oder im Kurpark mit seinen Naturerlebnismöglichkeiten oder auch bei Wanderungen durch den Woliner Nationalpark.

Auch Liebhaber des quirligen Strandlebens finden in Misdroy mit all seinen Bars und Restaurants das Richtige. An der rund zwei Kilometer langen Strandpromenade gibt es viele Verweilmöglichkeiten und die heutige Seebrücke ist ein echter Hingucker. Sie ist 375 Meter lang und 17,5 Meter breit, als Eingang dient ein Gebäude mit zwei Türmen. Am Ende der Seebrücke legen Schiffe an, u.a. die Adlerflotte. Man kann z.B. von Heringsdorf mit dem Schiff nach Misdroy fahren. Von der Seebrücke hat man einen herrlichen auf die östliche Kliffküste und den Kaffeeberg.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Misdroy ein kleines, unbedeutendes Fischerdorf, das von bewaldeten Hügeln umringt war. Der Aufstieg zum Seebad erfolgte erst, als man Solequellen entdeckt hatte, die man bis heute für Heil- und Kuranwendungen nutzt. Es entstanden Pensionen, Hotels, sowie ein Kurgebiet mit einem wunderschönen Kurpark. Reiche Berliner und Stettiner bauten in Misdroy Ihre Villen. Auch der spätere Kaiser Friedrich III. verbrachte hier 1867 seine Ferien. Der Bau eines Anlegers für Passagierschiffe der Route Stettin – Misdroy – Swinemünde geht auf seine Fürsprache zurück. Als Dank benannten die Einwohner ihre Seebrücke, die erste in der Region, nach dem Kaiser. 1945 erlangte Misdroy die Stadtrechte.

In Misdroy verbringen traditionell polnische Stars ihren Urlaub. Einer der Gründe ist vielleicht das seit 1997 organisierte Festival der Filmsterne. Miedzyzdroje ist zwar kein Hollywood, aber auch hier gibt es einen „Walk of Fame“. Auf dem Gehweg der Starpromenade lassen jedes Jahr berühmte polnische Schauspieler ihre Handabdrücke verewigen. Am Ende der Promenade findet man einen kleinen, romantischen Fischereihafen.

Besuchenswert ist auch das Wachsfigurenmuseum, nicht jeder hat ein Foto mit Leonardo da Vinci oder Michael Jackson. Auch die römisch-katholische Pfarrkirche des heiligen Apostels Peter wird gerne besucht. Sie ist ein neugotischer Backbaustein mit achteckigem Turm und wurde 1860 errichtet. Über den Eingang steht eine Figur, welche den Schutzheiligen der Kirche, den heiligen Apostel Peter, darstellt. In der Kirche findet in der Sommersaison ein Chorfestival statt. Die besten Chöre erhalten eine Auszeichnung und Medaillen. Das erste Musikfestival fand 1965 statt. Das Festival ist ein kultureller Höhepunkt in diesem Seebad.

Im Naturmuseum des Wolinski Nationalparks kann man sich über die heimische Fauna- und Florawelt informieren. Hautnah kann man diese dann im Nationalpark Wolin, zu dem zahlreiche Wanderwege führen, erleben. Die grüne Wanderroute führt zu der nächsten Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Im reizvollen Wald des Nationalparks befindet sich das Wisentgehege.

Einen schönen Blick über Misdroy hat man vom Aussichtspunkt auf dem Kaffeeberg (Kawcza Góra) oder auch am Gosan Berg (Góra Gosań), dem höchsten punkt der Steilküste.

Wandern kann man auf verschiedenen Wegen, z.B. auf dem blauen Pfad entlang der Abbruchkante. Ein schöner Küsten-Panoramaweg durch die Buchenwälder des Nationalparks. Der grüne Wanderpfad führt nicht nur zum Wisentgehege, sondern weiter zu den Warnowo Seen und bis zum Swinedelta. Auf dem roten Wanderweg kommt man zum Vogelschutzgebiet des Swinedeltas. Alle Wege sind natürlich auch fürs Fahrradfahren geeignet.