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Oświęcim - Auschwitz

Auschwitz - ein Ort gegen das Vergessen

Oświęcim (dt. Auschwitz) ist eine über 800 Jahre alte Stadt mit 40.000 Einwohnern ca. 50 km westlich von Krakau. Der Name ist von dem Wort „święty“, was „heilig“ bedeutet, abgeleitet. 1272 ließen sich die ersten Deutschen hier nieder und lebten mit den Polen in Frieden zusammen. Im Laufe der Zeit wechselten die politischen Zugehörigkeiten. Deutsch wurde Amtssprache, später unter Böhmischer Herrschaft tschechisch. Im 15. Jh. kaufte der polnische König Kasimir IV. die Rechte am Ort und zahlreiche jüdische Familien zogen auf seine Einladung dorthin. Im 18. Jh. gehörte der Ort zu Österreich, nach dem ersten Weltkrieg wieder zu Polen. Vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs lebten hier 12.000 Einwohner, 7.000 davon Juden. 1939 wurde die Stadt von der Wehrmach besetzt und in das Deutsche Reich eingegliedert.

Der Ort erlangte traurige Berühmtheit, als die deutschen Besatzer hier den größten Konzentrationslagerkomplex errichteten. Er bestand aus drei Hauptlagern und ca. 50 Nebenlagern. Auschwitz I war Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager sowie Verwaltungszentrum des Lagerkomplexes. Hier wurden ca. 700.000 Menschen, meist polnische Bürger und Kriegsgefangene aus der Sowjetunion, umgebracht. Im Vernichtungslager Auschwitz II (Birkenau) starben in den Jahren 1941 bis 1945 zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen in Gaskammern, meist Juden, die aus ganz Europa hierher gebracht wurden, aber auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Kriegsgefangene und politische Häftlinge aus der polnischen Intelligenz, dem Widerstand und dem Klerus. Ihre Leichen wurden in Krematorien verbrannt. Auschwitz III (Monowitz) wurde als Arbeitslager genutzt.


Heute ist der Name „Auschwitz“ untrennbar mit dem Holocaust verbunden. Es ist ein Ort der Erinnerung und des Schreckens. Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau hat hier eine Holocaust Gedenkstätte, ein internationales Begegnungszentrum und ein Zentrum für Holocaustforschung errichtet. Das Gelände kann besichtigt werden, zahlreiche Gefangenenbaracken sind erhalten, das Krematorium I mit der Gaskammer wurde rekonstruiert. Die ausgestellten Gegenstände, wie Haare, Schuhe oder Zähne, die ganze Räume füllen, führen den Besuchern die Schrecken der Vergangenheit vor Augen und lassen jeden Betrachter schaudern.

1979 wurde das Konzetrationslager Auschwitz-Birkenau in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.