XWir verwenden Cookies für die Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie deren Verwendung zu. Details ansehenWir verwenden Cookies. Wenn Sie weitersurfen stimmen Sie der Nutzung zu. Details ansehen

Jahrhunderthalle in Breslau

Die Jahrhunderthalle mitten im Grünen

Die Breslauer Jahrhunderthalle im Szczytnicki Park steht auf der Weltkulturerbe der UNESCO und gehört zusammen mit der Iglica, einer 96 Meter hohen, nadelförmigen Konstruktion, zu den Wahrzeichen der Stadt Breslau. Sie wird gerne von Breslauern und Touristen besucht, da die Halle selbst sehr beeindruckend ist und in einer schönen Umgebung steht. In der unmittelbaren Nähe findet man die große Pergola, die multimedialen Fontäne, den Japanischen Garten und den Zoo. Der ganze Koplex bietet Unterhaltung, Erholung und auch diverse Aktivitäten, ein Besuch lohnt sich.

Breslauer Zoo & Jahrhunderthalle
© Guérin Nicolas / Wikimedia Commons [(CC BY-SA 3.0) ]


Die Halle wurde zwischen 1911 und 1913 unter der Leitung des deutschen Architekten Max Berg errichtet. Der Bau der Jahrhunderthalle brach gleich zwei Rekorde. Mit einer freien Spannweite von 65 Metern bildete die Kuppel der Halle zu der damaligen Zeit die größte ihrer Art. Außerdem beherbergte die Jahrhunderthalle die größte Orgel der Welt, bis sie nach dem 2. Weltkrieg auf drei neue Orgeln aufgeteilt wurde. Eine der neuen Orgeln ist die Breslauer Domorgel, die heute größte Orgel Polens.

Anlass des Baus der Halle war die Jahrhundertausstellung zur Erinnerung an die preußischen Befreiungskriege gegen Napoleon I, die vom 20. Mai bis zum 26. Oktober 1913 stattfanden. Die Breslauer Stadtverwaltung hoffte indes, dass die Baukosten der Halle vom Kaiserhaus getragen werden, allerdings musste die Stadt den Bau der Stahlbetonhalle selbst bezahlen.

Nach dem 2. Weltkrieg, welche die Halle, im Gegensatz zu Breslau, fast unbeschadet überstanden hatte, änderte die nun polnische Verwaltung den Namen in Hala Ludowa (dt. Volkshalle), um damit ihre deutsche Vergangenheit zu verwischen.

Insgesamt gibt es rund 6000 Sitzplätze und 20000 Stehplätze. Die Halle wurde unter anderem in den 70er und 80er Jahren als Kino „Gigant“ genutzt. Heute wird die Jahrhunderthalle hauptsächlich für Messen, Sportevents und kulturelle Veranstaltungen benutzt.

Die Halle kann besichtigt werden, in den Wintermonaten zwischen 9 und 17 Uhr, in den Sommermonaten bis 18 Uhr. Die genauen Öffnungszeiten und Eintrittspreise, Lageplan und aktuelle Projekte finden Sie auf deutsch auf der Seite des Entdeckungszentrums.

Der 100 ha großer Park Szczytnicki gehört zu den ältesten Stadtparkanlagen Europas. Hier befindet sich nicht nur die Jahrhunderthalle, sondern auch eine Sternwarte, der Japanische Garten, der Vier-Kuppel-Pavillon, die historische Pergola und der multimediale Springbrunnen. Der Park ist als Landschaftspark angelegt und beherbergt fast 320 Baum- und Gewächsarten.



Der Japanische Garten wurde Anfang des 20. Jahrhunderst unter der Anleitung des japanischen Gärtners Mankichi Arai angelegt und wurde Ende des 20. Jahrhunderts mithilfe von japanischen Spezialisten erneuert. Der Garten besitzt einen typisch japanischen Charakter, die kleinsten Details stimmen mit der originallen japanischen Gartenkunst überein.



Die Multimediale Fontäne bei der Pergola ist die größte Fontäne Polens und einer der größten Europas. Ihre Fläche beträgt 1 ha, 300 Wasserdüsen befördern das Wasser bis zu 40 Meter hoch, drei Feuerdüsen, 800 Lichtpunkte, Laserstrahler, Projektoren und eine Musikanlage sorgen bei den multimedialen Vorstellungen für Begeisterung unter den Zuschauern. Im Winter dient die 116 mal 20 Meter große Fläche des Springbrunnens zum Schlittschuhlaufen.

Breslau - multimedialer Springbrunnen
© Andrzej Otrębski / Wikimedia Commons [ (CC BY-SA 3.0)]