Blick über den Strand auf die Ostsee

ThomBal – stock.adobe.com

Kamień Pomorski

 

Kamień Pomorski - Cummin

Kamień Pomorski liegt am Camminer Bodden an der polnischen Ostseeküste, lediglich sieben Kilometer von der Küste entfernt und ist ein kleiner, angenehmer Ort, in dem ca. 10.000 Menschen wohnen. Kamień Pomorski liegt auf der Straße der Romanik und man kann hier in eine mittelalterliche Atmosphäre eintauchen. Der Ort wurde schon 1124 erwähnt, als sich der Bischof Otto von Bamberg dort aufhielt, um die Slawen zu taufen. Das Bistum Cammin wurde 1175 gegründet. Nach einer bewegten Geschichte, Kamień Pomorski gehörte auch kurzeitig zu Schweden, wurde der Ort 1882 zum Kurort mit Sol- und Moorbädern. Kamień Pomorski hatte das Glück, dass die alten Kurgebäude den Zweiten Weltkrieg gut überstanden haben, so dass der Kurbetrieb in den schönen Häusern bis heute weitergeführt werden kann. Obwohl nicht direkt am Meer gelegen, hat die Stadt ein eigenes Pier, einen kleinen Hafen und schon bald auch eine Marina.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört das spätgotische Rathaus aus dem 14. und 15. Jh, das in der Mitte des Marktplatzes steht. Ihm gegenüber befindet sich ein altes Fachwerkhaus mit Mansardendach aus dem 17. Jh. Von einem 36 m hohen, spätgotischen Bautor hat man eine hervorragende Sicht über den Camminer Bodden, im Inneren befindet sich ein Regionalmuseum. Die mittelalterliche Mauer mit Ihren Türmen, Toren und dem Wassergraben lädt zum Entlangschlendern ein.
Sehenswert ist auch die Nikolaikirche aus dem 16./17. Jh., die nach dem Weltkrieg liebevoll restauriert wurde.

Aber wofür Kamień Pomorski wirklich berühmt ist, ist die Kathedrale St. Johannes. Die Kathedrale wurde von 1175 bis 1385 erbaut, sie diente ab 1535 der evangelischen Gemeinde als Dom, ab 1946 wird sie von den Katholiken genutzt. Der Turm kann besichtigt werden, hier hat man einen schönen Ausblick über ganz Kamień Pomorski. Der Dom gehört zu den ältesten Kirchen in Pommern, die alte Orgel ist imponierend. Jedes Jahr im Sommer kommen Gäste aus ganz Europa nach Kamień Pomorski, um den Orgelkonzerten zu lauschen. Neben dem Dom findet man ein Bischofshaus aus dem Jahr 1568.

Wer sich für Gesteine interessiert, findet im Uferbereich der zu Kamień Pomorski gehörenden Insel Gristow den Königsstein, der mit einem Umfang von 20 Metern der fünftgrößte Findling in Polen ist. Früher war der Findling dreimal so groß, er wurde aber im 19.Jh. als Baumaterial benutzt.
Der Name Cummin wurde schon im 12. Jh. benutzt, heute jedoch wird der Name Kamień Pomorski mit dem Findling in Verbindung gebracht, denn Kamień bedeutet Stein und Pomorski heißt pommerisch. Also Pommerscher Stein.

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